Richtigstellung der Pressemeldung im Münchner Merkur vom 10. Juni 2008

  • Irgend jemanden zu "warnen" liegt mir fern. Insbesondere habe ich nicht mit irgendwelchen Musterklägern gedroht. Ich kenne auch keine möglichen Musterkläger.
  • Der Text suggeriert, ich sei der Initiator der Informations-Veranstaltung am 11.6.08 in Gauting. Weder bin ich Initiator dieser Veranstaltung, noch trage ich dort etwas vor. Stattdessen wird die Veranstaltung wird vom Gilchinger Verein "Fluglärm e.V." durchgeführt.
  • Ich "reise" auch nicht mit Vorträgen durch die Region. Öffentlich vorgetragen habe ich bisher nur je einmal im Gemeinderat meiner Heimatgemeinde Seefeld und in Wörthsee bei der Gründungs-Veranstaltung der Bürgerinitiative Wörthsee, bei der auch der Bürgermeister der Gemeinde Wörthsee beteiligt war.
  • Der Text suggeriert des Weiteren, ich wäre der Initiator und Organisator der für den 20.7.08 geplanten Grossdemo in Wessling. Dies entspricht nicht der Wahrheit. Ich bin nicht einmal im Planungsteam dieser Veranstaltung.
  • Die Aussage "Das wird ein Flugplatz vergleichbar mit dem früheren München-Riem" habe ich nie getroffen. Sie entbehrt auch jeder sachlichen Grundlage. Riem war bekanntlich der frühere Verkehrsflughafen der Stadt München. In Oberpfaffenhofen findet derzeit aber nur moderater Werks- und Forschungsflugbetrieb statt. Vom Flughafen-Betreiber EDMO-Flugbetrieb GmbH wurde am 10.8.2006 ausserdem ein Antrag auf Erweiterung um den so genannten "Qualifizierten Geschäftsreiseflugverkehr" gestellt. Hierbei handelt es sich dem Vernehmen nach um Flugzeuge mit einem zulässigen Startgewicht von 2 bis 25 Tonnen (Ausnahmeregelungen sollen für Maschinen bis 50 Tonnen gelten), sowie Hubschrauber-Taxis. Der Antrag umfasst auch die Erweiterung der Betriebszeiten, insbesondere auch auf die Sonn- und Feiertage.
  • Von einer evtl. geplanten "Entlastung" des Flughafens München II durch den Sonderflughafen Oberpfaffenhofen habe ich nur insofern gesprochen, als dass dieser Begriff in einem früheren Entwurf des Landesentwicklungsprogrammes (LEP) 2006 der Bayerischen Staatsregierung enthalten war, nämlich der Sonderflughafen Oberpfaffenhofen entlaste "im unmittelbaren öffentlichen Interesse den Verkehrsflughafen München". Der Passus wurde aber später - wie berichtet - entfernt.

Zur weiteren Information:

Beim vom Betreiber beantragten, so genannten "Qualifizierten Geschäftsreiseflugverkehr" geht es stattdessen in der Hauptsache um ein völlig neues Angebot für den privaten Geschäftsreiseflug mit modernen "Very Light Jets" (VLJ), z.B. des neuen Anbieters "JetBird". Oberpfaffenhofen soll im Grossraum München für "JetBird" voraussichtlich ab 2009 zu einem so genannten "Satelliten-Hub" werden. Der Luftfahrt-Industrielle Conrado Dornier, laut "JetBird" angeblich Eigentümer des Sonderflughafens, hat in 2006 selbst Anteile an "JetBird" erworben. "JetBird" orientiert sich nach eigenem Bekunden bei seinem Geschäftsmodell am Billigflieger "RyanAir", d.h. man plant eine Art "Billigflieger"-Angebot für Privatjet-Reisende des Mittel- und Spitzenmanagements sowie für wohlhabende Privatkunden. JetBird ist aber nur ein Vorreiter von mehreren Unternehmen in ganz Europa.


Hans-Werner Ruch

 






 

 
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